Was bedeutet eine Unterquote von 5 % E-Fuels im Straßenverkehr?

In einem jüngst veröffentlichten Positionspapier der CDU/CSU-Fraktion wird die Prüfung einer Unterquote für strombasierte Kraftstoffe in Höhe von 5 Prozent vorgeschlagen. Eine solche Unterquote wurde in der Vergangenheit vom Verband der Deutschen Automobilindustrie (VDA) gefordert. Transport & Environment Deutschland hat berechnet, was eine solche Unterquote für den Ausbau von Elektrolyseuren und erneuerbaren Energieanlagen in Deutschland bedeuten würde.

Um 5 Prozent Kraftstoffe, die im Straßenverkehr in Deutschland abgesetzt werden (Diesel und Benzin), durch strombasierte Kraftstoffe (E-Fuels) zu ersetzen, sind rund 15 GW Elektrolyse-Kapazität erforderlich. Für den Betrieb dieser Elektrolyseure mit erneuerbarer Energie sind 60 TWh Strom notwendig. Dies entspricht einer Kapazität von 20 GW Onshore-Wind, die bis 2030 in Deutschland zusätzlich zu dem geplanten Ausbau entstehen müssten, um einen positiven Klimaeffekt dieser Kraftstoffe zu gewährleisten.

15 GW Elektrolyse ist das Dreifache, was in der Nationalen Wasserstoffstrategie bis 2030 für die deutsche Wirtschaft insgesamt vorgesehen ist (5 GW). Zugleich sind es rund 40 Prozent des in der gesamten Europäischen Union bis 2030 geplanten Elektrolyse-Ausbaus (40 GW).

Mit diesen Zahlen möchten wir auf die technische Machbarkeit und die Implikationen für die Dekarbonisierung anderer Sektoren der aufgestellten Forderung hinweisen.